Turnierhundesport (THS) - Was ist das?

Der Turnierhundesport ist eine weitere Alternative des Hundesports - neben Schutzhundsport, Agility und Obedience - innerhalb des DVG (Deutscher Verband der Gebrauchshundsportvereine e.V.). Der THS bietet allen Hundehaltern die Möglichkeit, sich mit ihrem Hund - egal ob groß oder klein, ob Mischling oder Rassehund - zu beschäftigen und dabei auch noch einen sportlichen Ausgleich zum Alltag zu finden. Getreu dem Motto des DVG -Fit und gesund durch Sport mit dem Hund- fördert und fordert der THS die körperliche und geistige Fitness von Hundeführer und Hund. Neben dem Erlernen der notwendigen Gehorsamsübungen - die auch das tägliche Zusammenleben mit dem Hund erleichtern helfen - hat der Hund beim THS auch eine Möglichkeit, seinen Bewegungsdrang und sein Bedürfnis nach artgerechter Beschäftigung zu befriedigen. Darüber hinaus verstärkt sich dabei auch noch die Bindung zum Hundehalter. Daß das gemeinsame Üben mit Gleichgesinnten allen Spaß macht und dabei auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommt, versteht sich beim THS von selbst. Im vielfältigen Angebot des THS findet jeder die für ihn geeignete Sportart:

1. Geländelauf

Beim Geländelauf bewältigen Hund und Hundeführer gemeinsam eine Strecke von 1.000 m, 2.000 m und/oder 5.000 m.

2. Vierkampf I (VK I)

Der Vierkampf setzt sich aus vier Elementen zusammen: Aus der Unterordnung sowie den Laufdisziplinen Hürdenlauf, Slalomlauf und Hindernislauf.

- Unterordnung

Die Unterordnung enthält alle Übungen, die der Hund schon während der Welpengruppe und Basisausbildung gelernt hat. Das Unterordnungsschema entspricht hierbei zum Teil dem der Begleithundeprüfung - allerdings ohne Ablegen, Gehen durch eine Personengruppe und Schuß.

- Hürdenlauf

Beim Hürdenlauf muß gemeinsam mit dem Hund eine Strecke von 60 m bewältigt werden, wobei der Hund vier Hürden (je zwei Pylonen mit einer Querstange, 30 cm hoch) überspringen muß, während der Hundeführer parallel dazu mitläuft bzw. ebenfalls über die Hürden springt.

- Slalomlauf

Beim Slalomlauf gilt es, eine Strecke von ca. 55 m mit im Zick-Zack zu durchlaufenden Toren zu bewältigen.

- Hindernislauf

Die Hindernisbahn - wie sie auch bei uns aufgebaut ist - muß hierbei ebenfalls zweimal in Freifolge gelaufen werden.

3. Vierkampf II (VK II)

Der VK II ist eine Weiterentwicklung des VK I mit erschwerten Anforderungen. Um im VK II starten zu dürfen, muß man sich erst im VK I qualifizieren. Bei der Unterordnung entfällt im Gegensatz zum VK I die Leinenführigkeit; zusätzlich wird die Stehübung verlangt. Die Laufstrecke beim Slalom wird auf 65 m verlängert, beim Hürdenlauf werden sechs Hürden übersprungen.
4. Vierkampf III (VK III)
Im Vergleich zum VK II werden hier Platz und Steh aus dem Laufschritt verlangt. Die Slalomstrecke beträgt hier 75 m, die Hürden beim Hürdenlauf werden auf 40 cm erhöht.

5. Hindernislauf

Der Hindernislauf kann auch als separater Wettkampf ausgetragen werden.

5. Combination - Speed - Cup (CSC)

Der CSC ist ein Kombinationslauf für Mannschaftswettbewerbe. Der Parcours setzt sich aus den Elementen der Laufdisziplinen des Vierkampfs zusammen, ergänzt um zwei neue Geräte, den -Frankfurter Kreisel- und die -Mühlacker Harfe-. Dabei starten je Mannschaft drei Teams (Hundeführer und Hund) ähnlich einem Staffellauf.

6. K.O. - Cup (früher QSC)

Beim K.O. - Cup werden zwei baugleiche Parcours parallel von zwei Teams bewältigt. Ein Auslassen von Hindernissen ist beim QSC nicht erlaubt, entweder wird das Hindernis erneut angelaufen oder es folgt die Disqualifikation. Die Wertung erfolgt hier nach dem K.O.-System.

7. Shorty

Der Shorty ist ein Kurzbahn-CSC mit den aus dem CSC bekannten Elementen. Es gibt hierbei zwei parallele Bahnen, wobei ein Team von A nach B läuft, der Partner dann von B nach A. Der Shorty wird generell als Mannschaftswettkampf ausgetragen, wobei eine Mannschaft aus zwei Teams besteht. Die Wertung erfolgt analog dem CSC.